Immer wieder treffen wir auf Messen Kunden, die uns nach Samt fragen. Schließlich sieht Cord doch ganz ähnlich aus wie Samt und ist auch so flauschig. Bei unseren österreichischen Nachbarn heißt der Cord auch Schnürlsamt.

 

Richtig ist, sowohl Cord als auch Samt sind Florgewebe, also dreidimensionale Gewebe. Ein Teil der Fäden steht nach oben.

 

Nun aber der entscheidende Unterschied : Beim echten Samt wird der Flor mit einer zusätzlichen Kette gewebt und direkt am Webstuhl aufgeschnitten. Früher geschah dies auf den sogenannten Rutenstühlen.

 

Beim Cord hingegen wird der Flor aus einem Teil der Schussfäden gebildet. Gewebt wird der Cord auf normalen Webstühlen, aber mit einer speziellen Bindung. Die Hälfte oder Zweidrittel, manchmal sogar Dreiviertel der Schussfäden werden so gewebt, dass sie nach dem Einspringen des Gewebes leicht erhöhte Schlaufen bilden. Auf gesonderten Cordschneidemaschinen werden diese feinen Schlaufen nun zerschnitten und ergeben den Flor.

 

Bei ganz feinen Corden kann man durch Wahl der Webbindung sogar erreichen, dass man optisch kaum noch die Längsrippen sieht, sondern sich eine fast geschlossene, samtige Oberfläche ergibt – der Cordsamt.

 

Während aber beim (echten ) Kettsamt die Höhe des Flors fast beliebig wählbar ist, ist beim Cordsamt die Höhe des Flors auf den Abstand der einzelnen Rippen beschränkt.

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