Während die Herstellung von Samt (Link auf Cord ist kein Samt) sich bis ins 14. Jahrhundert verfolgen lässt, wird die Cordherstellung erst Ende des 18. Jahrhunderts in Manchester nachgewiesen. Durch Industriespionage kam das Geheimnis der Cordherstellung nach Amiens im Norden Frankreichs, dass für mehr als zwei Jahrhunderte eine Hochburg der Cordherstellung werden sollte.

 

Durch die Erfindung der Dampfmaschine nahm die Textilindustrie in Europa allgemein einen großen Ursprung. Spinnerei und Weberei wurden von Handbetrieb auf industrielle Fertigung umgestellt.

 

Während das Garn und das Gewebe für die Cordstoffe somit mit Dampfkraft hergestellt wurden, erfolgte das Schneiden der Cordrippen lange Zeit noch mit langen Messern auf Schneidetischen mit der Hand.

 

Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Cordschneidemaschinen erfunden, bei den Rundmesser das Schneiden übernahmen.

 

Bei den heute noch gängigen Cordschneidemaschinen sitzen einige hundert Rundmesser auf einer rotierenden Welle und werden mittels Nadeln in den Rippen geführt. Die Vorbehandlung des Stoffes, die richtige Auswahl von Nadeln und Messer und das stete Schärfen der Messer von Hand machen auch heute noch das Geheimnis des Cordschneidens aus.

 

Eine besondere Technik war der Einmessercord, bei dem ein einzelnes Messer nacheinander die Rippen eines besonders fein gewebten Cords zerschnitt. Das Zusammennähen der Rippen zu einer Endlosschleife und das besondere Anfeilen des Messers waren eine Kunst für sich. Der so erzeugte Einmessercord hatte schon fast das Aussehen von Samt.