Cord ist ein Florgewebe, und es ist der Flor, der dieses Gewebe so schön kuschelig weich und bequem macht. Wenn man sich den Flor unter der Lupe anschaut, sieht man, dass es sich hierbei um Schussfäden handelt, die in kleine Stücke zerschnitten wurden und im Grundgewebe gehalten werden.

 

Jeder, der schon einmal eine Cordhose lang und ausgiebig getragen hat, kennt das Problem: irgendwann wird der Flor dünner oder fällt an manchen Stellen ganz heraus. Gerade an Stellen, wo die Hose mechanisch stark beansprucht wird, passiert dies.

 

Was kann man dagegen tun?

 

Zuerst liegt der Ball im Feld des Gewebelieferanten. Durch eine hohe Schussdichte kann man den Florfaden besser im Gewebe verankern. Weiterhin kann der Flor als W-Noppe oder als V-Noppe verankert werden, wobei die W-Noppe von drei Kettfäden gehalten wird, die V-Noppe nur von einem Kettfaden. Dementsprechend ist die W-Noppe natürlich besser in der Florfestigkeit, allerding erzeugt eine V-Noppe einen höheren, volleren Flor.

 

Der Färber und Ausrüster kann durch Auswahl entsprechender Appreturmittel den Florfaden gleichsam festkleben. Dies hat aber den Nachteil, dass der Flor nicht mehr ganz so flauschig und weich ist.

 

Problematisch ist immer der Einsatz von Weichspülern in der Haushaltswäsche. Einerseits möchte man natürlich einen schönen weichen Griff haben, anderseits werden die Florfäden dadurch so glatt und geschmeidig, dass sie leichter aus dem Grundgewebe herausrutschen können.

 

Also, Weichmacher nur in Maßen einsetzen – ein guter Cord ist auch so weich.